Neuromodulation

Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) kann abhängig von der verwendeten Frequenz die Erregbarkeit stimulierter Gehirnareale beeinflussen. Des Weiteren ist aus der Forschung bekannt, dass auf diese Weise die interhemispherische Inhibition und somit die Aktivität der kontralateralen Hemisphere beeinflusst werden kann. Wir untersuchen die Wirksamkeit dieser Prinzipien in einem klinischen Kontext, mit dem Ziel die motorischen Fähigkeiten von Patientinnen und Patienten mit Gehirntumoren zu verbessern.

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Projektleiterin

Melina Engelhardt

Wissenschaftliche Mitarbeiterin - PhD Studentin

Projekte

Effekte von niedrig-frequentem rTMS auf die Erregbarkeit des motorischen Areals

Die positiven Effekte von niedrig-frequentem rTMS auf die motorischen Funktionen von Schlaganfallpatientinnen und Schlaganfallpatienten wurde in vielen Studien gezeigt, jedoch variieren verwendete Stimulationsprotokolle stark und es fehlt eine Standardisierung der Interventionsparameter [1]. Im Rahmen dieser Studie wurde die Erregbarkeit beider Hemisphären über mehrere Interventionstage systematisch erfasst, um die Parameter der Intervention zu optimieren.

Prekonditionierung von Hochrisiko-Patienten mittels rTMS

Motorische Funktionen in unmittelbarer Nähe eines Tumors unterliegen einem erhöhten Risiko für Schädigungen während der Operation. Zudem ist ein geringeres Resektionsausmaß – etwa um eine Schädigung funktionaler Areale zu vermeiden – ein negativer prognostischer Faktor für das Überleben der Patientinnen und Patienten. Im Rahmen dieser Studie soll der Einfluss von niedrig-frequentem rTMS auf die funktionelle Organisation von motorischen Arealen untersucht werden, um postoperative Defizite zu reduzieren.

Quellen

[1] Engelhardt M, Picht T (2018). 1 Hz Repetitive Transcranial Magnetic Stimulation of the Primary Motor Cortex: Impact on excitability and task performance in healthy subjects. Manuscript submitted for publication.