Arbeitsgruppe PREDICTioN 2020

Mit dem Projekt PREDICTioN 2020 entwickelt unsere Arbeitsgruppe eine softwarebasierte Technologie, die auf Grundlage bildbasierter Computer-Modelle erstmalig prädiktive Analysen in der Schlaganfalltherapie ermöglicht. Darüber hinaus können die zur Verfügung stehenden Therapieoptionen hypothetisch und vorausschauend simuliert werden, um die im Hinblick auf Risiko und Nutzen beste Behandlung für den Patienten auszuwählen.

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AG PREDICTioN 2020 - Simulation-based Prediction of Stroke

Mit dem Projekt PREDICTioN 2020 entwickelt unsere Arbeitsgruppe eine softwarebasierte Technologie, die auf Grundlage bildbasierter Computer-Modelle erstmalig prädiktive Analysen in der Schlaganfalltherapie ermöglicht. Darüber hinaus können die zur Verfügung stehenden Therapieoptionen hypothetisch und vorausschauend simuliert werden, um die im Hinblick auf Risiko und Nutzen beste Behandlung für den Patienten auszuwählen.

Projektbeschreibung

Etwa 260.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen Schlaganfall. Damit steigt das Risiko, einen weiteren Infarkt der Hirngefäße zu erleiden. Experten zufolge kommt es bei ca. 15 Prozent der Patienten innerhalb eines Jahres zu einem erneuten Schlaganfall. Obwohl die klinischen Symptome und die Ursachen des Schlaganfalls von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sind, fehlt es in der klinischen Versorgung derzeit an individuellen und personalisierten Diagnostik- und Therapiestrategien.

Wir haben in den vergangenen Jahren einen Prototypen eines Computermodells entwickelt. Mit diesem digitalen Diagnostik-Verfahren wollen wir erstmals eine genau auf den jeweiligen Patienten abgestimmte Schlaganfallprognose erstellen. Daneben kann mit dieser Simulationssoftware die beste individuelle Therapie ermittelt werden, um Schlaganfälle zu verhindern. Die Software bedient sich allgemein verfügbarer klinischer Daten, um eine personalisierte Risikovorhersage und Therapieplanung zu ermöglichen. Auf der Grundlage patientenbezogener MRT- oder CT-Aufnahmen des Gehirns sowie verschiedener Blutdruckwerte simuliert die Software, wie sich die Hirndurchblutung bei verschiedenen Blutdrücken verhält. Das System beziffert das Schlaganfallrisiko auf einer Skala und vergleicht verschiedene Therapieoptionen. Der behandelnde Arzt erhält am Ende einen personalisierten Ergebnisreport, aus dem die verschiedenen Durchblutungsszenarien und Therapieoptionen hervorgehen und die bestmögliche Behandlungsmethode für den Schlaganfallpatienten empfohlen wird.

In der ersten Phase des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts, wollen wir das Software-System in einer prospektiven, multi-zentrischen klinischen Studie validieren, weiterentwickeln und für die Markteinführung vorbereiten. Die Software soll zunächst an Patienten, die einen kleinen Schlaganfall (Minor stroke, TIA) erlitten haben, eingesetzt werden. Hier soll analysiert werden, wie die Therapie beeinflusst wird und ob die empfohlene Behandlungsart tatsächlich einen Schlaganfall verhindert hätte.


Mittelgeber

Bild: Logo BMBF